Kölsche Sprichwörter

JRK Escort Köln - Kölsche Sprichwörter

Damit sie sich mit unserer Kölner Lady auch verständigen können, hier ein kleiner Schnellkurs ;-)

Mach net esu vil Drömeröm!
(Übers.: Mach nicht so viel Drumherum!) Eine wirkungsvolle Aufforderung an den Kölner, seine Erzählung auf den Punkt zu bringen.

Dat jläuv ich nit.
(Übers.: Das glaube ich nicht.)

Et jitt Saache, do jläuvs et nit.
(Übers.: Es gibt Sachen, Du glaubst es nicht.)

Jeder es sich selvs der nökste.
(Übers.: Jeder ist sich selbst der Nächste.)

Vun nix kütt nix.
(Übers.: Von nichts kommt nichts.)

Mer muss och jünne künne.
(Übers.: Man muss auch gönnen können.)

Ömesöns es dä Dud.
(Übers.: Umsonst ist der Tod.)

Mer läv nur eimol.
(Übers.: Man lebt nur einmal.)

Et jitt kei gößer Leid, als dat wat man sich selver andät.
(Übers.: Es gibt kein größeres Leid, als das was man sich selbst antut.)

Un wenn do meins, do häts dat Jlöck, dann treck die Ahl de Aasch zoröck.
(Übers.: Und wenn Du meinst, Du hättest das Glück, dann zieht die Alte (Frau) das Hinterteil zurück.) In erster Linie eine sexuelle Bemerkung, wird aber auch gesagt, wenn etwas schief geht.

Küss de hück nit, küss de morje.
(Übers. : Kommst Du heute nicht, kommst Du morgen.) Ein Paradebeispiel für die lässige Art, wie der Kölner mit seiner Zeitplanung umgeht.

Wenn et klapp, dann klapp et.
(Übers.: Wenn es klappt, dann klappt es.) Auch bei der Verrichtung von Arbeiten ist der Kölner sehr leger.

Wat kütt, dat kütt. – Et kütt wie et kütt.
(Übers.: Was kommt, das kommt. – Es kommt wie es kommt.) Die sympathische Art des Kölner, sich mit den Gegebenheiten zufrieden zu geben.

Wat nit es, dat kann noch wäde.
(Übers.: Was nicht ist, kann noch werden.) Nie die Hoffnung aufgeben.

Wer muss et nemme wie et kütt.
(Übers. : Man muss es nehmen wie es kommt.) Siehe „Et kütt wie et kütt.“

De dümmste Bure han de dickste Ädäppele.
(Übers. : Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln.) Dieser Satz dürfte wohl auch außerhalb Kölns bekannt sein.

Et hätt noch immer jot jejange.
(Übers.: Es ist noch immer gut gegangen.) Es gibt eine Vorsehung und gegen die kann man eh nichts machen. Also immer mit der Ruhe.

Ich möch ze Fooss noh Kölle jon.
(Übers.: Ich möchte zu Fuß nach Köln gehen.) Die tiefste Überzeugung des Kölners, notfalls von überall auf der Welt zu Fuß nach Köln (also nach Hause) zu gehen.

Jeck, loss Jeck elans.
(Übers.: Narr, lass Narr vorbei.) Da wir ja alle „Jecke“ sind, sind wir natürlich auch alle gleich und lassen dementsprechend unsere Gleichgesinnten auch gerne (z. B. beim Rosenmontagszug) mal vor.

Kütt mer üvver d’r Hungk, kütt mer üvver d’r Stätz.
(Übers.: Wer über den Hund kommt, kommt auch über den Schwanz.) Wozu sich unnötig anstrengen. Es läuft eh alles, wie es soll.

Un wenn de Düvvel op Stelze kütt.
(Übers.: Selbst wenn der Teufel auf Stelzen einmarschiert.) Was sich der Kölner in den Kopf setzt, will er erreichen, koste es, was es wolle.

Loss mer eine nünne, solang mer dat noch künne.
(Übers.: Lass uns einen heben, solange wir noch leben.) Dieser Spruch legitimiert das Trinken nicht nur, sondern macht es sogar zum guten Vorsatz.

Isch han disch jän!
(Übers.: Ich liebe Dich!) Tatsächlich ist dies der höchste Ausdruck an Gefühlen, zu dem der Kölner in der Lage ist.

Bis dohin läuf noch vill Wasser de Rhing eraf.
(Übers.: Bis dahin läuft noch viel Wasser den Rhein herunter.) Man muß das mit der Zeitplanung nicht ganz so eng sehen, denn bis zum nächsten Termin ist noch viel Wasser den Rhein heruntergeflossen.

Besser en Luus em Döppe wie jar kein Fleisch.
(Übers.: Besser eine Laus im Topf, als gar kein Fleisch.) Man kann sich auch mit wenigem zufrieden geben.

Wer lang schläf, dä schläf sich wärm, wer fröh opsteit, dä friss sich ärm.
(Übers.: Wer lange schläft, schläft sich war, wer früh aufsteht, der frisst sich arm.) Also immer mit der Ruhe und keine Hetze!

Leever rich un jesund als ärm un krank.
(Übers.: Lieber reich und gesund, als arm und krank.)

Danke, ich möch ston, ich möch noch waaßse.
(Übers.: Danke, ich möchte stehen, ich will noch wachsen.)

Wat nix is, dat is nix.
(Übers.: Was nichts ist, das ist nichts.)

Kinder un Besoffene sage de Wohrheit.
(Übers.: Kinder und Betrunkene sagen die Wahrheit.)

Blos dir jet.
(Übers. : Blas Dir was.) Ins leere pusten, nichts bekommen.

Wä mich nit kennt, dä kennt Kölle nit.
(Übers.: Wer mich nicht kennt, der kennt Köln nicht.)

Dot mer dr Jefalle, Lück.
(Übers.: Tut mir den Gefallen, Leute.)

Jedem Dierche sing Pläsierche.
(Übers.: Jedem Tierchen (Menschen) sein Vergnügen.)

Jede Jeck is anders.
(Übers.: Jeder Narr (Mensch) ist anders.)

Dat jitt et för ene Appel un e Ei.
(Übers. : Das gibt es für einen Apfel und ein Ei.) Das ist sehr günstig.

Jetz kütt alles op et Tapeet.
(Übers.: Jetzt kommt alles aufs Tapet (Tischdecke).) Jetzt wird sich ohne Rücksicht die Wahrheit gesagt.

Anna, ming Droppe!
(Übers.: Anna, meine Tropfen!) Ein allgemeiner Ausruf der Verzweiflung.

Wedder wed jot: die Aape klimme.
(Übers.: Das Wetter wird gut: die Affen klettern.)

Leeven Jott, hät die en Milchjeschäf.
(Übers.: Lieber Gott, hat die ein Milchgeschäft) Natürlich bezogen auf die sehr große Oberweite einer Dame.

Leck mich en de Täsch.
(Übers.: Leck mich in der Tasche.) Ein Ausruf des Unglaubens.

Leck mich am Aasch/ an de Föß/ am Dell.
(Übers.: Leck mich am Hintern/ an den Füßen/ an der Kimme (zwischen den Pobacken). Auch hier keine Aufforderung, sondern eher ein Ausruf.

Unjlöck hät brigge Föß.
(Übers.: Unglück hat breite Füße.) Ein Ratschlag, sich eine Pechsträhne nicht zu sehr zu Herzen zu nehmen.

Wie soll dat nur wigger jon?
(Übers.: Wie soll das nur weitergehen?) Diese Frage benötigt allerdings keine Antwort, da sie mehr einem Seufzer entspricht.

Wenn et nit ränt, dann dröpp et.
(Übers.: Wenn es nicht regnet, dann tropt es.) Irgendetwas passiert immer. Wenn auch nicht viel, so aber immer ein wenig.

Dä es en Vollwoch.
(Übers.: Der ist die ganze Woche betrunken.)

Ich han jet an de Jäng!
(Übers.: Ich habe vielleicht viel zu tun!)

Do krisste en Aap.
(Übers.: Da bekommt man einen Affen.) Das ist nicht zu fassen.

Maach de Auge zo. Wat do dann sühs es dir.
(Übers.: Mach die Augen zu. Was Du dann siehst gehört Dir.) Dies ist eine Anspielung darauf, dass dem Gegenüber überhaupt nichts gehört und er auf andere angewiesen ist.

Steht he un sät nix!
(Übers.: Steht hier und sagt nichts!) Vielleicht machst Du mal bald den Mund auf?

Am Aasch es et düster.
(Übers.: Am Hintern ist es finster.) Selbst wenn alles den Bach herunter ist, bleibt die Einstellung des Kölners immer noch positiv. Da kann man einfach nichts dran machen.

Annemie, isch kann nit mieh!
(Übers.: Annemarie, ich kann nicht mehr.) Wenn dem Kölner die Puste ausgegangen ist, bleibt nur noch dieser poetische Satz zu sagen.

De Lück durch de Zäng trecke.
(Übers.: Die Leute durch die Zähne ziehen.) Gemeint ist natürlich das Lästern, Klatschen und Tratschen.

Dem dun die Koche nit mieh wieh.
(Übers.: Dem tun die Knochen nicht mehr weh.) Der hat es hinter sich und schaut sich bereits die Radieschen von unten an.

Drieß op d’r Driss.
(Übers. drastisch: Scheiß auf den Scheiß.) Ist doch egal!

Jedem Jeck jefällt sing Mötz.
(Übers.: Jedem Verrückten gefällt seine Mütze.) Wer von Grund auf „Jeck“ ist, hat natürlich auch ein Anrecht auf seinen miserablen Geschmack.

Leje wie ene Dudezeddel.
(Übers.: Lügen wie ein Totenzettel.) Auf diesem steht ja auch immer, dass der Verstorbene der beste, klügste und mildtätigste Mensch auf Erden war.

Nä, nä, Marie, es dat hee schön!
(Übers.: Nein, nein, Maria, ist das hier schön!) Der richtige Kölsche fühlt sich überall zuhause.

Pass op, ich kann Mikado!
(Übers.: Pass auf, ich kann Mikado!) Ob Mikado eigentlich ein Geduldsspiel ist, spielt hier keine Rolle. Wenn einem jemand krumm kommt, ist dies die richtige Drohung.

Wenn de jeck weeß, fängk et em Kopp aan.
(Übers.: Wenn Du verrückt wirst, fängt das im Kopf an.) Eigentlich ganz logisch. Allerdings ist der Kölner auf diese Entdeckung sehr stolz und bringt den Spruch natürlich sehr oft an.

Dat kann mer keinem Äsel in et Oor schödde!
(Übers.: Das kann man keinem Esel ins Ohr schütten.) So miserabel schmeckt das.

Ovends danze un springe, morjends de Botz net finge.
(Übers.: Abends tanzen und springen, morgens die Hose nicht finden.) Gerade zu Karneval trifft diese Weisheit auf viele Kölner/innen zu.

Do bruch mer doch nit jlich schäle Kopp ze sage.
(Übers.: Da braucht man doch nicht gleich schielender Kopf zu sagen.) Wird benutzt, zwischen der Erkenntnis, etwas Falsches getan zu haben und der Schimpfkanonade des Gegenübers.

Drückzehn Handwerker sin veezehn Unjlöcker.
(Übers.: Dreizehn Handwerker sind vierzehn Unglücke.) Die kölsche Variante von „viele Köche verderben den Brei“.

Jet in de Maue han.
(Übers.: Etwas im Ärmel haben.) Also dicke Muckis haben.

Dä hät nix zo kamelle!
(Übers.: Der hat nichts zu schimpfen!) Der soll mal besser still sein.

Besser Unrecht ligge wie Unrecht dun.
(Übers.: Besser Unrecht leide, als Unrecht tun.) Ein sehr nobler Leitspruch für den doch edlen Kölner.

Soll dich doch der Schinner holle!
(Übers.: Soll Dich doch der Teufel holen!)